Bei Kaffee denkt man nicht unbedingt an Panama. Zur Grenze nach Costa Rica hin wird das Land hügeliger und das Klima dort erlaubt es, dass Kaffee angepflanzt werden kann. Deshalb findet man in jener Gegend einige Kaffee-Plantagen. Panama gehört nicht zu den grossen Exportländern, denn von der Menge her kann dieses kleine Land nicht mithalten. Aber von der Qualität her mischt Panama bei gewissen Sorten in der vorderen Liga mit und erzielt Höchstpreise.

Daher erstaunt es nicht, dass es in der Stadt viele Coffee-Shops gibt, die das schwarze Getränk unter die Leute bringen wollen. Deshalb besuchte ich ein Kaffee, das die Bohnen auch selbst röstet. Die Fincas werden von dem Kaffee-Tester persönlich besucht und die Bohnen vor Ort bewertet. Während für den Export 85 Punkte erreicht werden müssen, kauft das besagte Kaffee nur Bohnen ein, die mehr als 88 Punkte erreichen. Wie sich die Punktezahl zusammensetzt, das entzieht sich (noch) meinen Kenntnissen.

Das Brühen des Kaffees ist eine Kunst für sich und nichts für ungeduldige. Es wird genau abgemessen und gewogen, deshalb stehen die Kannen auch auf einer Waage. Anscheinend beeinflusst sogar die Art und Weise, wie das Wasser über das Pulver gegossen wird, den Geschmack des Kaffees.

Je nach Lokal wird die Zubereitung richtig zelebriert. Ich habe spontan die Kamera laufen lassen und anschliessend versucht, das Material so gut wie möglich zu kürzen. Es blieben (wohl auch wegen dem sehr kommunikativen Barista) gute sieben Minuten übrig! Mein Gefühl täuschte mich also nicht, denn für mich fühlte es sich an, als würde ich eine Ewigkeit auf meinen Kaffee Catuai warten. Aber das Warten lohnte sich, der Kaffee war sehr lecker. Überhaupt nicht bitter, eher etwas auf der süsslichen Seite, einfach nur gut. In dem Lokal war ich bestimmt nicht das letzte Mal, aber man bringt am Besten sehr, sehr viel Zeit mit.

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