Ich werde gefragt, ob ich in einem Hotel oder in meiner eigenen Wohnung wohne. Es trifft beides nicht zu.

Die Suche

Bevor ich abreiste, überlegte ich mir lange, wie ich den Aufenthalt kostengünstig gestalten kann. Klar war, ein Hotel kommt nicht in Frage. Was gibt es noch für Möglichkeiten? Im Zeitalter des Internets findet man viel. Ich hätte mir aus der Schweiz eine möblierte Wohnung anmieten können. Dieses Risiko wollte ich aber nicht eingehen. Weil ich früher in vielen Gastfamilien zu Hause war, wurde dies schnell zu einer Option für mich. Wer bietet Gastfamilien an? Heutzutage wohnt man meist in Familien, wenn man Freiwilligenarbeit leistet oder eine Sprachschule besucht. Beides hatte ich zumindest zu Beginn nicht vor. Eines Tages las ich in der Tageszeitung einen Artikel über Pro und Kontra von Airbnb. Warum eigentlich nicht? Bisher war dies nichts, mit dem ich mich beschäftigte. Bei der nächsten Möglichkeit informierte ich mich im Internet über Airbnb. Der nächste Schritt war, ich suchte gezielt eine Bleibe in Panama City. Ich wusste nicht, ob ein solcher Aufenthalt in Panama Stadt angeboten wird. Es gingen so viele Preis-Schilder auf, das ich gezielter suchen musste. Airbnb scheint in Panama sehr populär zu sein. Deshalb setzte ich einen Filter mit einem Preis, den ich gewillt war zu bezahlen. Die Anzeige wurde übersichtlicher. Ich las die diversen Angebote sowie die Profile der Anbieter durch. Schlussendlich wählte ich zwei Angebote aus, die für mich in Frage kamen.

Meine Auswahl

Unterkunft eins war Mitten in der Stadt, die Teurere und in einem Hochhaus. Die zweite Option war nicht so zentral, dafür in einem Haus. Das Zimmer war etwas günstiger und die Stadt wäre mit der Metro gut zu erreichen. Um die Anbieter nicht mit einer Buchung für ein halbes Jahr zu überrumpeln, schrieb ich sie zuerst an. Ich würde gerne zuerst nur einen Monat buchen. Sollte für beide die Wohnsituation passen, wäre eine Verlängerung eine Option. Beide machten in deren Antwort einen sehr sympathischen Eindruck, so dass dies für mich keine Entscheidungshilfe war. Schlussendlich entschied ich mich für die günstigere Version.

Mein zu Hause auf Zeit

Seit meiner Ankunft wohne ich in einer Einfamilienhaus-Siedlung etwas ausserhalb des Zentrums. Zu Fuss bin ich in zehn Minuten bei der Station der Metro-Bahn. Je nach Ziel kann ich da auch einen Bus nehmen. Ein Supermarkt befindet sich ebenfalls in der Nähe, mehr benötige ich nicht. Die ersten Wochen hatte ich die Bleibe unter der Woche für mich. Die Hausherrin ist von Montag bis Freitag jeweils auf ihrer Finca, die sich zwei Stunden ausserhalb der Stadt befindet. Vor ein paar Wochen zog ihre jüngere Tochter mit ihrem noch nicht einjährigen Sohn ein. Die Tochter gab ihre bisherige Wohnung auf, da sie Anfang November nach Polen zieht. So sind wir seit einiger Zeit eine Wohngemeinschaft. Sie reist allerdings am 4. November ab. Ob ich danach die Bleibe wieder für mich habe oder es neue Mitbewohner gibt, das weiss ich nicht. Die Familie informierte mich nur darüber, dass sie ab dem 16. Dezember und über die Feiertage keine Gäste haben möchte. Deshalb suche ich nun eine neue Bleibe, was sich gerade als schwierig erweist. Ich lasse mich überraschen, wohin es mich als Nächstes verschlägt.

2 thoughts on “Wohnsituation”

  1. Liebe Niki,
    sowas habe ich mir schon gedacht, daß du in einer Art Wohngemeinschaft lebst durch dein Erwähnen in Gesprächen von dem kleinen Kind 😉
    Recht vergittert, das ganze Haus. Sind das alle in Panama? Wenigstens kann dann ja niemand Unbefugtes hinein 😉
    Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche einer anderen Bleibe. Am Stadtrand würde ich bestimmt auch vorziehen, wenn es Öffis in der Nähe gibt.

    Alles Gute Ria

    1. Danke Ria.

      Sicherheit hat hier eine etwas andere Seite. In irgend einer Weise ist immer etwas vorhanden. Die Nachbarn haben zum Teil Steinmauern um ihre Häuser. Da ist nichts mit hinein oder hinaus schauen. Bei vielen Geschäften steht ein Sicherheitsbeamter am Ein- und Ausgang. Die letzten Wochen hatte ich jedes Mal einen Kampf im Supermarkt, weil ich für meinen Einkauf einen Rucksack dabei habe. Bei Banken schauen sie auch gerne mal in die Taschen oder benutzen einen mobilen Metalldetektor. Wohnblöcke haben zum Teil am Eingang auch einen Wächter. Sogar dann gibt es Wohnungen, deren Türe noch zusätzlich mit Gittertüren abgesichert sind. Wenn aber wirklich jemand hinein will, dann findet er einen Weg. In Anbetracht dessen, dass sich hier hinter dem Garten ein öffentlicher Park befindet, sind wir wenig abgesichert. Vielleicht schreckt der Haushund ab? Wohl eher nicht, der ist schon alt und langsam.

      Den hiesigen ÖV kann man nicht mit unserem vergleichen, das kann gerne mal zur Glückssache werden. Einzig die Metro-Bahn ist auf der zuverlässigen Seite, da die entweder über oder unter den Strassen durch führt.

      Ob das in Panama nur in der Stadt ist, weiss ich nicht. Ich kenne es von anderen Ländern, daher fällt mir das schon gar nicht mehr auf, bis Du es nun geschrieben hast 🙂

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